Aktiv


Oktober 2016:

O Schaurig ist’s über’s Moor zu gehn: das wusste schon früher Anette von Droste-Hülshoff. schwarzes-moor-zahrensen2

Aber wissen es die Schneverdinger Schulkinder von heute? Aktive von der Schneverdinger BUND-Ortsgruppe haben ihnen die Moore der Umgebung gezeigt: das Pietzmoor in Schneverdingen und das Schwarze Moor in Zahrensen.

 

bund-kinderaktion_schwarzesmoorAn zwei Veranstaltungstagen (28. und 29. Oktober 2016) lernten die Kinder, was ein Moor so spannend macht, dass es (fast so) sauer wie eine Zitrone ist und Torfmoos wie ein Schwamm Wasser aufsaugen kann. Moore sind wichtige Lebensräume und brauchen in unserer Hilfe, denn die Menschen haben die natürlichen Lebensräume durch Entwässerung und Urbarmachung verändert.

Am Sonnabend ging es dann ins Schwarze Moor zum Entkusseln: alle Helfer waren hoch motiviert und entfernten junge Kiefern- und Birkenschößlinge aus den Heide- und Moorflächen. Anschließend ging es noch kurz auf Entdeckungsreise in die feuchten Bereiche des Moors, bevor wir uns nach getaner Arbeit am Imbiss stärkten. Das hat wirklich Spaß gemacht. bund-kinderaktion_schwarzes-moor-zahrensen9

 


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Januar 2016:

Zum siebten Mal und mit 8 Helfern kamen die Moorschützer am 23. Januar 2016 wieder zusammen. Ganz ohne Motorsägen haben wir am Vormittag den Stockausschlag beseitigt und „unser“ Moor inspiziert: es ist eine tolle Offenlandschaft geworden. In den letzten Jahren haben wir so manchen Baum gerückt und können uns wirklich über das Erreichte freuen. Im letzten Jahr kamen sogar Kraniche in das Feuchtgebiet: ein so schönes Lob von Mutter Natur hatte wohl niemand so schnell erwartet.

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Es blieb noch Zeit für nette Gespräche beim kleinen Frühstück danach (Danke nochmal an die Firma Krombacher) und eine Aussicht für die Zukunft. Wir überlegen uns, wie wir die großen Kiefern auf der mittig reinragenden „Halbinsel“ entfernen können, so dass ein großes, optisch zusammenhängendes Stück Moor entsteht. Wir sehen uns also wieder 🙂

160123_Moorschuetzer_Gruppe


August 2015:

Ein kleine Gruppe Helfer fand sich im warmen Sommer in Wintermoor ein und sammelte gemeinsam Müll. Der sogenannte Froschteich neben dem alten Sportplatz wurde früher als lokale Müllgrube genutzt.Müllsammler

Gummistiefel, Autoreifen, Flaschen und Scherben wurden gefunden und eingepackt. Wir haben mehrere Eimer und eine Schubkarre bergen können und fachgerecht entsorgt.


 

November 2013:

Der Naturparktag fand am 9.11.2013 zum dritten Mal statt: wir sind mit insgesamt 15 Moorschützern wieder auf der Fläche aktiv gewesen.

Helfer im Torf

Schwerpunkt war dieses Mal (neben einer Entkusselung) der Einsatz einer neuen Technik. Ähnlich wie bei der Heidepflege kann auch das Moor geplaggt werden, dabei wird die oberste Pflanzenschicht abgetragen. Wir haben es so gemacht, daß bestimmte Bereiche vom Pfeifengras bereinigt wurde. Das ging nur in Handarbeit (und ist schwerer als man denkt). Wir wissen seit dem, daß “Plaggen” von Plackerei kommt.

Auf diesen Bereichen (ca. 150 qm) können zukünftig die Torfmoose und geschützten Moorpflanzen ohne Konkurrenzdruck durch das Gras wachsen. Schon im nächsten Sommer werden wir unseren Erfolg hoffentlich sehen können.

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Der Naturparktag endete nachmittags mit dem traditionellen Grillen im Moor.

Naturparktag 2013 Wintermoorer Moorschützer

 


 

November 2012:

Am 10. November 2012 waren wir zu zehnt wieder aktiv. Wir entkusseln den frischgewachsenen Stockausschlag (meist Birken) und lichten den Kiefernwald am westlichen Moorrand. Das Wetter war schön, die Stimmung gut.

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Frisch gewachsenes TorfmoosBemerkenswert war das hohe Pfeifengras: Blickt man vom angrenzenden Acker auf das Moor, dann sah man nur das Gras. Die frisch gewachsenen Torfmoose erkennt man aber gut, wenn man im Moor steht und nach unten schaut.

 

Zwei Motorsägen, ein Freischneider, ein Spaten und drei Astscheren halfen. Und weil Zahlen so schön sind: 2,6 kg leckeres Nackenfleisch aus Barrl und 28 kleine Würstchen fanden den Weg vom Grill auf den Teller.

Grillen nach der harten Arbeit

 


Führung mit dem NABU:

Wer findet das Moor und unsere Arbeit eigentlich interessant?

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Also einfach mal gefragt und eingeladen am 16.9.2012 zu einer Führung durch das Moor, mit Gummistiefel und allem Pipapo! Es hat sich gelohnt, viele Neugierige kamen. Und nicht jeder sieht blühende Rosmarinheide so nahe wie wir 😉

Rosmarinheide

Rosmarinheide


 

Februar 2012:

16 Ehrenamtliche trafen sich am 11.2.2012 im minus 2 Grad kaltem Moor zum hard-core-Entkusseln.

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Mit drei Treckern haben wir uns die Arbeit leicht gemacht: Baum fällen, mit dem Stahlseil herausziehen und auf dem (gefrorenen) Acker mit hoher Standfestigkeit sicher entasten. Das Schnittgut wurde fachgerecht verbrannt und hat so keine Nährstoffe in das empfindliche Moor eingebracht. Ohne Handarbeit ging es aber leider nicht vonstatten.

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Zum Schluss lichteten wir noch den alten Handtorfstich (“Froschteich” neben dem alten Sportplatz): hier laichen die seltenen Moorfrösche.


 

Oktober 2011:

Am 1. Oktober 2011 packten neun Helfer mit an. Wir entkusselten weiter auf der Fläche im nördlichen Moorteil, die wir im März nicht mehr bearbeiten konnten.

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Knapp sechs Stunden haben wir uns unter der schönen Oktobersonne in schweißtreibender Handarbeit bemüht, die offene Ur-Landschaft wieder herzustellen. Dieses Mal ohne großen Maschineneinsatz, denn der benachbarte Maisacker war noch bestellt und konnte nicht befahren werden.

Der Verein Naturparkregion Lüneburger Heide veranstaltete das erste Mal einen Naturparktag: Ehrensache daß wir mit dabei waren! Auch andere Wintermoorer waren aktiv – der Wintermoorer Oldtimerclub in der Osterheide und viele Naturschützer in Eggersmühlen.

Naturparktag 2011

 

Die Stimmung vor Ort war gut, auch wenn die Arbeit mühsam war. Alle gefällten Bäume mussten per Hand über der schwankende Moorboden aus dem Moor getragen werden um so eine Düngung der Gräser auf Kosten der Moose zu verhindern. In der Mittagspause genossen wir wieder die leckeren Salate und die traditionelle Wurst vom Grill (dieses Mal aber nur 48 Stück).


 

März 2011:

Was lange währt wird endlich gut: Nachdem das Wetter eine Entkusselung im Februar verhinderte war es dann am 19. März 2011 so weit. Und so trafen sich 16 ehrenamtliche Helfer früh um 9:30 Uhr und legten los.

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Entkusselt wurde zuerst der gut erhaltenene Abschnitt im Westen. Dann schnitten wir uns durch den Pfeiffengrasbereich mit der Wildschweinsuhle in den zweiten Moorabschnitt. Stahlseil und Trecker halfen uns beim Bergen der gefällten Riesen, während die kleinen Bäume per Hand aus dem Moorbereich getragen wurden. Das Gelände im zweiten Moorabschnitt war schwierig: ständig bestand die Gefahr von nassen Füßen aufgrund des Versinkens.

Zwischendrin wurden seltene Pflanzen kennengelernt, Holzfälltechniken besprochen und nasse Kleidung von Im-Moor-Versunkenen gewechselt. Um die Mittagszeit wurde die Gruppe Beobachter einer besonders seltenen Moorspezies, der nahezu (und völlig zu recht) ausgestorbenen “Schwarzen Torfgriller“. Diese wird von Laien oft mit einer gewöhnlichen, verkohlten Grillwurst verwechselt.

Statistik: 97 Stunden ehrenamtlicher Arbeit, 2 Trecker, unzählige Motorsägen, 16 Helfer, 54 gegessene Grillwürste.

2 Trecker im Einsatz